Wer genügend Zeit für die Vorbereitungen einplant, startet entspannter in den Urlaub. „Aus gesundheitlicher Sicht ist es günstig, sich rechtzeitig um notwendige Impfungen und die Reiseapotheke zu kümmern, damit man den Urlaub sicher und gesund genießen kann“, sagt Alexander Pröbstle, Direktor von der AOK in Würzburg und ergänzt: „Geht eine Reise ins Ausland, ist es wichtig, nicht nur an gültige Ausweise oder Visa zu denken, sondern auch an einen ausreichenden Krankenversicherungsschutz.“
Krankenversicherung und Impfungen planen
Für Reisen außerhalb Europas ist eine private Auslandsreise-Krankenversicherung ein Muss. Mit der europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) hat man im Urlaub Krankenversicherungsschutz in allen EU-Staaten sowie in Island, Liechtenstein, Norwegen, Großbritannien und Nordirland sowie in der Schweiz. Auch in Nordmazedonien, Montenegro und Serbien kann die Karte verwendet werden. Für Urlaub in Bosnien-Herzegowina, der Türkei oder in Tunesien benötigen Versicherte einen Auslandskrankenschein ihrer Krankenkasse. Wer im Urlaub akut erkrankt oder sich verletzt, erhält dann alle medizinisch notwendigen Leistungen, die nicht warten können, bis man wieder zuhause ist. Doch Mehrkosten, die über die gesetzlichen Vertragssätze hinausgehen, kann nur eine private Zusatzversicherung absichern. Dazu gehören vor allem die Kosten bei einem notwendigen Krankenrücktransport oder hohe Selbstbeteiligungen bei einer privatärztlichen Behandlung im Ausland. „Für manche Länder und Regionen gibt es Impfempfehlungen, die über die im Inland hinausgehen“, so Alexander Pröbstle. Auswärtiges Amt und Robert Koch-Institut informieren auf ihren Internetseiten über notwendige Impfungen. Da manche Immunisierungen Zeit benötigen, um ihre Wirkung zu entfalten, beginnt man mit dem Impfen am besten schon einige Wochen vor der Abreise.
Sonnenschutz und Medikamente checken
„Es ist sinnvoll, neben ausreichend Sonnenschutz auch Mittel gegen allergische Reaktionen und Insektenstiche zu besorgen und einzupacken“, rät Alexander Pröbstle. Doch in eine sorgfältig zusammengestellte Reiseapotheke gehören weitere Standardmittel, etwa gegen Schmerzen, Fieber oder Magen-Darm-Beschwerden, sowie alle individuell benötigten Medikamente. „Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, überprüft am besten seine Vorräte rechtzeitig vor der Abreise und nimmt alles Nötige von zuhause mit“, sagt Alexander Pröbstle. Vor allem chronisch Erkrankte sollten ausreichend Vorrat mitführen, möglichst ergänzt durch einen kleinen Sicherheitspuffer für unvorhergesehene Situationen.
