Die zugrunde liegende Idee ist ganz einfach und deshalb wahrscheinlich auch so erfolgreich. In vielen Würzburger Edeka-, REWE- oder Tegut-Märkten findet sich direkt neben der Pfandrückgabe eine kleine Plexiglasbox, um den erhaltenen Leergut-Wertbon direkt für einen guten Zweck spenden zu können. Eine kompakte Info des Lions-Clubs Würzburg-De-Leone direkt neben dem Kästchen zeigt, das Geld bleibt meist direkt in der Region, wenn nicht sogar Nachbarschaft. Man tut den Menschen etwas Gutes, die einem im Laden oder auf dem Parkplatz auch über den Weg laufen könnten.
Aktuell können auf diese Art und Weise erneut stolze 24.000 € ausgeschüttet werden. Der Service-Club informiert sich regelmäßig beim Würzburger Sozialreferat, wo der Schuh drückt und so kommen auch immer wieder unterschiedliche Personenkreise in den Genuss eines kleinen Zuschusses. Nun erfolgte im Würzburger Rathaus die symbolische Scheckübergabe.
4000 € gehen jeweils an folgende Institutionen: An das SkF-Spieli-Kinderzentrum in der Zellerau mit seinen vielen offenen und betreuten Angeboten, den Verein „Liebe im Karton“, die beispielsweise auch die Kindertafel mit Weihnachtspäckchen versorgen, die Elisabeth-Stube der Erlöserschwestern, die sechs Tage die Woche eine Armenspeisung anbieten, den Verein für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung, der aktuell einen „Snoezelenraum“ finanziert. Schließlich profitieren noch der städtische Nothilfefonds für Alleinerziehende mit kleinen Kindern sowie der allgemeine Nothilfefonds der aus individuellen Notlagen helfen kann, wenn beispielsweise in einem einkommensschwachen Haushalt gleich zwei teure Geräte auf einmal den Geist aufgeben.
Sozialreferentin Eva Vietinghoff-Scheel würdigte gegenüber den Lions-Vertretern Präsident Dr. Thomas Waldner, Vizepräsident Alexander Bengel und Dr. Richard Reichel (Past President und Activities) den langen Atem dieser Spenden-Aktion, die schon vielen Menschen unter die Arme gegriffen hat und eindrucksvoll belegt, dass viele Würzburgerinnen und Würzburger gerne etwas für ihre Mitmenschen geben. Dr. Reichel berichtete, dass viele Bons in den Boxen auch nur 50 Cent oder einen Euro ausweisen und trotzdem sorgen diese in der Summe für Zuschüsse, die wirklich etwas bewegen können.
