Die CSU-Oberbürgermeisterkandidatin für Bamberg, Melanie Huml, die während ihrer Amtszeit als Bayerische Gesundheitsministerin ein leistungsorientiertes und krisenfestes Profil aufgebaut hat, positioniert sich mit einer klar integrationsorientierten und dialogbasierten Agenda. Als eine der prägendsten Gesundheitsministerinnen des Freistaats überzeugte sie durch strategische Steuerungskompetenz, nachhaltige Strukturreformen und hohe Umsetzungskraft.
Besonders hervorzuheben ist ihr belastbares Vertrauensverhältnis zu Migrantencommunities, das sie über Jahre hinweg systematisch aufgebaut hat. Huml betont, dass die CSU beim Thema Integration einen glaubwürdigen und lösungsorientierten Ansatz verfolge. Die Beiträge von Menschen mit Migrationsgeschichte – insbesondere der türkischen Community – zur wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklung der Städte seien integraler Bestandteil der Erfolgsgeschichte Bayerns.
Im Vorfeld der Wahl leisten wir mit dem ausführlichen Interview einen substanziellen Beitrag zur politischen Meinungsbildung. Ziel ist es, insbesondere wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürgern mit Migrationshintergrund eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu bieten.
Das in den Zeitungen von Alp Media veröffentlichte Gespräch beleuchtet zentrale Zukunftsthemen wie Gesundheitsinfrastruktur, Stadtentwicklung, Integration, wirtschaftliche Dynamik und gesellschaftlichen Zusammenhalt – klar strukturiert, inhaltlich fokussiert und strategisch eingeordnet.
Frage:
Welche inhaltlichen Schwerpunkte und politischen Akzente würden Sie im Vergleich zur aktuellen Stadtführung als Oberbürgermeisterin der Stadt Bamberg neu setzen?
Melanie Huml:
Als Oberbürgermeisterin möchte den Fokus stärker auf Tempo, Verlässlichkeit und Miteinander legen. Bamberg braucht klare Prioritäten: eine starke Wirtschaft, funktionierende Verwaltung, Sicherheit und sozialen Zusammenhalt. Mir ist wichtig, dass Entscheidungen zusammen mit der Praxis entwickelt und dann auch konsequent umgesetzt werden. Als Oberbürgermeisterin will ich Verantwortung bündeln, Prozesse beschleunigen und die Stadt näher auf die Anliegen und Bedürfnisse der Menschen ausrichten.
Frage:
Wie definieren Sie eine bürgernahe, verantwortungsvolle und werteorientierte Kommunalpolitik der CSU unter Ihrer Führung in Bamberg?
Melanie Huml:
Bürgernahe Politik heißt für mich: hinhören und handeln. Verantwortungsvoll ist Politik dann, wenn sie Herausforderungen offen anspricht und aktiv Lösungen sucht, statt sie zu verdrängen. Werteorientiert bedeutet: Tradition und Zukunft zusammenzubringen, klare Regeln, gegenseitiger Respekt und ein fairer Ausgleich der Interessen. Ich möchte eine Kommunalpolitik, die Ordnung und Zusammenhalt verbindet, die Menschen mitnimmt und den Dialog fördert.
Für mich heißt das ganz konkret: Betroffene zu Beteiligten machen und zwar frühzeitig – nicht erst dann, wenn öffentlicher Druck kommt. Transparente Information und Dialog auf Augenhöhe sind die Basis für Vertrauen, Akzeptanz und tragfähige Lösungen.
Frage:
Welche Rolle sollen Migrantenorganisationen, Vereine sowie zivilgesellschaftliche Akteure künftig im strukturierten und kontinuierlichen Dialog mit der Stadtverwaltung einnehmen?
Melanie Huml:
Sie sind sehr wichtige Partner, weil sie nah an den Menschen sind und früh erkennen, wo es hakt. Ich möchte den Dialog strukturiert und dauerhaft organisieren – mit klaren Ansprechpartnern und festen Treffen zwischen Migrantenorganisationen, Vereinen, Politik und der Stadtverwaltung. Beteiligung heißt für mich nicht Symbolik, sondern: Hinweise ernst nehmen, Lösungen gemeinsam entwickeln und transparent machen, was umgesetzt werden kann.
Viele Migrantenorganisationen, Vereine und andere ehrenamtlich getragene Initiativen leisten wertvolle Integrationsarbeit und stärken mit konkreten Angeboten vor Ort den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dieses Engagement verdient Anerkennung und Respekt.
Frage:
Ein bedeutender Teil der Bamberger Stadtgesellschaft hat eine Migrationsgeschichte. Welche Bedeutung messen Sie dieser gesellschaftlichen Realität für die zukünftige kommunalpolitische Ausrichtung Bambergs bei?
Melanie Huml:
Viele Menschen mit Migrationsgeschichte haben Bamberg über Jahrzehnte hinweg mit aufgebaut, sich aktiv eingebracht und unsere Stadt durch ihr Engagement vorangebracht. Die gewachsene Vielfalt in Bamberg ist eine echte Bereicherung. Gleichzeitig müssen wir uns der Realität stellen: Die Zuwanderung hat sich seit 2015 stark verändert und gezeigt: Integration gelingt nicht automatisch, sondern braucht Sprache, Bildung, Arbeit und klare Regeln. Ich begreife Migration weiter als Chance. Deshalb möchte ich Integration konsequent gestalten und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken.
Frage:
Welche konkreten Maßnahmen planen Sie, um insbesondere jungen Menschen mit Migrationsgeschichte bessere Perspektiven in den Bereichen Bildung, Ausbildung und Arbeitsmarkt zu eröffnen?
Melanie Huml:
Gute Sprachkenntnisse sind der entscheidende Schlüssel. Wichtig dabei ist, früh anzusetzen und übergreifend zu denken. Deshalb setze ich bereits auf gezielte Sprachförderung in Kita und Schule. Gleichzeitig möchte ich, dass Bildungslotsen die Familien bei der Orientierung im Schulsystem und bei Entscheidungen für ihre Kinder unterstützen. Bamberg hat eine starke mittelständische Wirtschaft, ein leistungsfähiges Handwerk und engagierte Betriebe. Hier müssen wir ansetzen, mit einem Mentoren- oder Förderprogramm zur Integration von jungen Menschen in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt.
Frage:
Wie möchten Sie den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Bamberg stärken und gleichzeitig klare Regeln, Sicherheit sowie gegenseitigen Respekt im täglichen Zusammenleben gewährleisten?
Melanie Huml:
Ordnung ist die Voraussetzung für Akzeptanz und Zusammenhalt. Wenn Verfahren zu lange dauern oder Regeln nicht durchgesetzt werden, verlieren Menschen das Vertrauen – und das führt zu Ablehnung bzw. Spaltung. Deshalb ist mir wichtig: offene Kommunikation, klare Abläufe, zügige Entscheidungen und eine konsequente Umsetzung. Gleichzeitig braucht es Orte der Begegnung und Raum für Dialog. Einen zentralen Beitrag für den Zusammenhalt und gelebte Vielfalt leisten unsere Vereine. Deshalb ist es mir wichtig, die Sport-, Kultur-, Sozial- und Stadtteilvereine verlässlich zu unterstützen. Mein Ziel ist ein Bamberg, in dem sich Menschen sicher fühlen, Verantwortung füreinander übernehmen und Zusammenhalt im Alltag spürbar ist.
Frage:
Welche Bedeutung hat für Sie die Repräsentation von Bürgerinnen und Bürgern mit Migrationsgeschichte innerhalb der Stadtverwaltung sowie in kommunalen Gremien und Führungspositionen?
Melanie Huml:
Vertrauen entsteht dort, wo Menschen sich wiederfinden und ernst genommen fühlen. Deshalb ist es wichtig, dass sich die Vielfalt unserer Stadtgesellschaft auch in Verwaltung und kommunalen Gremien widerspiegelt und unterschiedliche Perspektiven in Entscheidungsprozesse einfließen.
Ich würde mich freuen, wenn sich noch mehr Menschen mit Migrationsgeschichte für eine Tätigkeit in der Stadtverwaltung oder für kommunalpolitisches Engagement entscheiden. Die Stadtverwaltung soll offen und vielfältig sein und zugleich nach klaren Kriterien arbeiten. Maßstab für jedes Amt sind Qualifikation, Leistung und Verantwortungsbewusstsein. Vielfalt und Professionalität sind dabei für mich kein Widerspruch – sie ergänzen sich und machen unsere Stadt stärker.
